Warum ist Ethanol überhaupt im Sprit, fragte ich mich... also habe ich ein bisschen recherchiert.
.. die Probleme mit E10 kennen wir alle – wie bei unserer VF750C: schlechtere Verbrennung, Startprobleme, Leistungsverlust, Korrosion durch Wasserbindung usw.
Offiziell heißt es: Klimaschutz.
Weniger CO₂, weniger fossile Brennstoffe, mehr Nachhaltigkeit. Klingt super – nur stimmt das so nicht ganz.
Die wahren Hintergründe: Politik statt Umwelt
Die USA sind der größte Ethanolproduzent der Welt – vor allem aus Mais.
Sie haben mit dem „Renewable Fuel Standard“ (RFS) gesetzlich festgelegt, dass Benzin Ethanol enthalten muss, um ihre Mais- und Agarlobby zu stützen.
Um Absatzmärkte zu sichern, wurde Ethanol international als „grün“ vermarktet – trotz teils schlechter Klimabilanz.
Studie: Ethanol aus Mais kann laut Nature Climate Change sogar klimaschädlicher sein als fossiles Benzin
Die EU übernahm den Kurs im Rahmen der „Renewable Energy Directive“ (RED), obwohl intern längst klar war, dass Agrosprit aus Nahrungspflanzen kaum CO₂ spart. Die NGO Transport & Environment nennt das schlicht Greenwashing: „The Great Biofuel Fraud“ – transportenvironment.org
Fazit: Wer profitiert?
Die US-Agrarindustrie, die mit Ethanol Milliarden verdient.
Ich persönlich tanke wieder konsequent E5, weil ich meinem Motor und nicht der Lobbypolitik vertrauen will.