Kühler Einfüllstutzen

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Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 24. Nov 2013, 02:04

Hi

Freut mich zu hören (lesen).

Hab mir jetzt schon ernsthafte Gedanken gemacht, wegen der Magna meine ich :mrgreen:

Ja weniger ist sehr oft mehr, hab mir im Laufe der Jahre abgewöhnt hier zu schnell mit dem Werkzeug ranzugehen.

Never touch a running System.

Ausser ich hab bedenken wegen schleichenden Schaden wie jetzt beim erneuten Steuerkettenrasseln, vorallem weils nur von vorne kommt, lieber mal nachschauen solange sie überm Winter nur rumsteht.
Hab hier erneut den Steuerkettenpanner in Verdacht.

Meld dich wieder wenn du die Ventile und Synchronisationsgeschichte angehst.

Gruß Hirbel

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 24. Nov 2013, 03:26

Hallo Hirbel,

die Angewohnheit, ein laufendes System in Ruhe zu lassen, nehme ich bereits aus der PC-Welt mit. Einst war die Kiste ewig offen, weil ein Zuschrauben wegen erneuter Eingriffe nicht rentierte....alles Blödsinn dieses Herauskitzeln des letzten halben Hertz Systemtakt.....

Stichwort Steuerkettenspanner. Diesen solchen hatte ich vom vorderen Zylinder bereits in der Hand. Die Funktion bzw. Wirkungsweise ist mir dadurch klar geworden. Das Ding scheint auch ordentlich zu spannen. Einmal rasselt nix und die Kette ist straff, je nach Kurbelwellenposition etwas mehr oder weniger. Worin könnten ggfs. die Probleme einer zu lockeren Einstellung entstehen, bzw. worin würde der Spanner die Schwächen zeigen?

Ventileinstellung ist jederzeit machbar. Vor Synchronisation erst Kompressionen vergleichen, um die Ausgangslage und Chancen zu eröffnen.

Ansonsten ließ ich das Moped bis dato technisch wie es gerade ist. Anspringen sofort, ruhiger Lauf kalt bei rund 1.000, warm bei rund 1.200, ohne Choke.

Dennoch blieb das Zweirad nicht unberührt. Die Motivation für Verschönerungen, Rostflecken-Entfernung und Polieren ist sprunghaft angestiegen, nachdem die Basis nun vorhanden ist. Da kommt auch mal der Deckel vom Neutralschalter-Gehäuse runter, damit dieser wieder glänzend drauf geschraubt werden kann. Das passt schon, wenn die Leute mir immer weniger Glauben, dass das Moped runde 25 Jahre auf dem Buckel hat. Meine Frau hat ihr "Unverständnis" über mein ewiges Gefummel aufgegeben, nachdem ich auf ihre Kosmetikfarm im Badezimmer hinwies.....

Viele Grüße aus fernlichst Ost....und nun startklar für Sonntags-Ausflug machen,
Olli

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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von webmaster » 24. Nov 2013, 08:57

Olli hat geschrieben:
Stichwort Steuerkettenspanner. Diesen solchen hatte ich vom vorderen Zylinder bereits in der Hand. Die Funktion bzw. Wirkungsweise ist mir dadurch klar geworden. Das Ding scheint auch ordentlich zu spannen. Einmal rasselt nix und die Kette ist straff, je nach Kurbelwellenposition etwas mehr oder weniger. Worin könnten ggfs. die Probleme einer zu lockeren Einstellung entstehen, bzw. worin würde der Spanner die Schwächen zeigen?
Es könnte am Druckpilz liegen, der gegebenenfalls "Rattermarken" also Kerben auf der Gleitfläche aufweist. Mit der Gleitfläche meine ich nicht den Kopf des Druckpilzes, sondern den Schaft der Führung.

LHzG

Oliver
Nach vorne streben wo Engel furchtsam weichen...

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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 24. Nov 2013, 23:13

Hi

Hatte hier schon mal nen Schaden am Spanner, hatte berichtet - Federgebrochen, die ich in der Not "nachgebogen"hab - vermute nun das hier entweder die Feder erneut was hat, oder ich hab die beim Einbau nicht richtig gespannt.

Einfach mal aufmachen und reinschauen, dann wird man schon sehen ob die vordere Kette lockerer ist, oder ob Verschleiß auf den Schienen zu erkennen ist.

Beim Spanner damals war das rasseln nur da wenn ich vom Gas runter bin, bei Last war sie eigentlich ruhig.
Werde sie diese Woche mal warmfahren um zu sehen (hören) ob das Geräusch weg ist wenn sie warm ist.

Bei der CBR 1000 SC24 ist dieses Geräusch im kalten Zustand "normal" zumindest hab ich zwei im Bekanntenkreis, die sagen (beide gebraucht gekauft) das war schon immer so.
Hab nur bei der RC 43 keine Erfahrungswerte im Punkto welches Geräusch altersbedingt ist und welches nicht.

Berichte dann später.

Gruß Hirbel

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 25. Nov 2013, 03:50

Hallo Oliver und Hirbel,

danke für die Schilderungen von "Früherkennungs-Merkmalen" zu möglichen Kettenspanner-Problemen. So wie es aussieht, bestehen derlei Fehler und Macken bei meinem vorderen Zylinder nicht. Habe ausreichend an diesem noch unbekannten Detail herum gefummelt. Dazu auch den Schieber und die Sperre mehrmals betätigt, letztendlich dann auch noch ins WHB gekuckt (meistens diese Reihenfolge). Keine Ratter-Marken und es rutschte glatt. Im Betrieb (Standlauf und das Ohr kurz vor Hitzewallungen) auch kein Gerassel zu hören.

Gestern wurde der Sonntags-Ausflug doch noch etwas ausgeweitet, knappe 200km. Bei der Gelegenheit konnte ich auch den Spritverbrauch etwas realistischer einschätzen. Bisher meistens nur Strecken von 2x 35km abgefahren und viel Stadt-Anteil. Dieses Mal mit Teilstrecken von mehr als 60km nonstopp über Land. Auch strammere Fahrten mit kräftigem Gas geben und um die 130km/h, weils die schnurgerade Straße über Kilometer hinweg zuließ (Sonntags hat Polizei "Feiertag"). Ich fahre mit offenem Helm, schnelleres Fahren beendet Gemütlichkeit und Dauergrinsen.

In meinem Dorf gibt es eine Tankstelle, vollgetankt. Nach rund 160km durfte ich auf Reserve drehen. Gute 10 Liter verbraten, grob 6,5 Liter auf 100km. Bin eigentlich überrascht, hätte mit mehr Durst gerechnet.
Ich dachte solche Werte sind nur mit der "ökologischen Fahrweise" nach Handbuch möglich. 1. Gang bis 20, 2. Gang bis 30, 3. Gang bis 40....etc....wer fährt eigentlich so?!?

Die abschließende Krönung meines Ausflugs war ein Platzregen á la Tropica, der sich buchstäblich gewaschen hatte. Rund 10km vor Heimat runter auf 20km/h, es peitschte richtig ins Gesicht und in die Augen, Sicht gleich "Verdacht". Irre wie schnell der Regen die Motortemperatur (Kühlwassertemperatur) nach unten knickt.

Dennoch grandioser Ausflug, ohne jegliche Pannen und "Pännchen".

Viele Grüße aus dem fernen Osten,
Olli

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 25. Nov 2013, 09:01

...wenn man mit "Engelszüngchen frohlockt"...

habe vor gut einer Stunde mit Moped die Hofauffahrt, ein "Buckel", etwas flotter genommen. Nichts Dramatisches, nur etwas mehr Schwung. Nach Abstellen sah ich auch sogleich den Öl-Rinnsal am linken Gabelbein. Jeder erneute Druck mit angezogener Bremse verursacht neuen Ölfilm auf dem Rohr...hurraa...

Dichtung futsch. Eigentlich nur eine konsequente Fortsetzung, und weiter geht's....

Werde im Fundus meines Schwiegervaters, ein Zimmerer, ein paar Tropenharthölzer zusammen suchen, um mir eine geeignete Vorrichtung herzustellen, damit ich das Zweirad vorne per Wagenheber aufbocken kann, ohne dabei die Krümmerrohe zu belasten. Heber sollte kein Problem sein.

An das Gabelöl hatte ich ohnehin nicht gedacht. Ein Wechsel wäre wohl überfällig. Das ausgetretene Öl glich einer grauen Pampe.

Viele Grüße aus dem Östlichen,
Olli

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 25. Nov 2013, 15:08

Hi

Du hast wahrscheinlich das mit der Gabel gar nicht wahrgenommen weil du mit anderen Problemen beschäftigt warst.

Im übrigen kommt bei mir schon seit ein paar Jahren aus der Gabel öl raus, zwar nicht viel aber stetig.

Hab bis auf heuer auch nicht sonderlich einen Unterschied gemerkt, wird wohl jetzt alle sein, den Dichtungssatz hab ich schon seit über einem Jahr im Schrank liegen.

Da muss ich jetzt wohl auch drüber, eigentlich ist Motorradfahren mittlerweile eher eine zusätzliche Belastung, aber ich fühl mich hinterher immer irgendwie wohler und Jünger.

Eine kleine Tour mit der Magna ist immer wie ein Jungbrunnen für mich, solange es noch irgendwie geht werde ich das so weiter führen.

"The Show must go on" und "Who wants to live forever" von Queen sind die Lieder (eine meiner liebsten) die mir hierzu spontan einfallen.

Oder das Motto unseres Webmasters "voranstreben, wo Engel furchtsam weichen" passt hier auch ganz gut.

Hirbel

Rainer
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Rainer » 26. Nov 2013, 06:56

Hi Olli,
am einfachsten hängst Du Dein Moped mit der Schnauze an den nächsten Baum, die Federn sind entlastet und es kann nichts umfallen. Die Arbeit die Gabel komplett zu zerlegen und innen zu reinigen, lohnt sich auf jeden Fall. Neue prog. Federn bei der Gelegenheit zu verbauen auch. Ansonsten ist die Montage selbsterklärend und wird Dir sicherlich leicht von der Hand gehen.

Gruß

Rainer

Ps. Wenn die Gabelholme ausgebaut sind, ist ruck zuck auch die Gabelbrücke drausen, die Lager würde ich mir, bei der Gelegenheit, auch gleich mal anschauen und ggf. austauschen. Gibt oft ein ganz neues Fahrgefühl.

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 26. Nov 2013, 12:33

Hallo Hirbel und Rainer,

heute habe ich nach der Fahrt nochmals einen Blick auf die Gabel geworfen. Der Schwall war offensichtlich vom etwas rauhen Buckel verursacht, aber ein leichter Ölfilm bildete sich auch heute. Die Strassenverhältnisse hier beanspruchen die Federung um ein ordentliches Stück mehr als in DE.

Ich musste etwas schmunzeln, als ich den "nächst besten Baum" gelesen habe. Ein bewußter Blick aus dem Fenster verriet mir, dass der nächste passende Baum weit weg sein muss. Hier stehen eine Menge Kokusnusspalmen in der Gegend herum und diese bieten nicht gerade viele Aufhängepunkte in erreichbarer Höhe an. Es sei denn ich kann einen Affen dressieren....

Dennoch ist das Hochhängen ein super Tipp. Es kann auch das sehr robuste Gebälk vom Carport herhalten, ist eh mein "Werkstattbereich". Es soll ja nur die Front hoch und kein Flugversuch sein.

Zur RC28 habe ich alle Details, Beschreibungen und Bebilderungen für die Demontage/Montage der Gabel beisammen.

Schon lustig, mit welcher Selbstverständlichkeit die Dinge in DE erledigt werden könnten. Die Ersatzteile für die Gabel werden wieder Auslands-Organisationen sein. 99% der Zweiräder hier haben Luftdruck in den Dämpfern, kein Öl. Meine ersten beiläufigen Blicke in die "Wald-und-Wiesen-" Bikershops zwecks Gabel-Öl bestätigte dies. Scheint eine Rarität zu sein. Motor-Öl, Getriebe-Öl, alles in rauhen Mengen vorhanden. Dennoch geht der nächste Blick gen Auto-Service.

Mal sehen welche Viskosität in Etwa Kokosnuss-Öl haben würde...

Viele Grüße aus dem Fernost,
Olli

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 26. Nov 2013, 13:51

Hi

Zum Gabelöl, auch wenn es für mich leicht wäre Gabelöl zu besorgen, werde ich in meine Gabel herkömmliches Hydrauliköl einfüllen.

Hierfür gibt es zwei Gründe, erstens habe ich hiervon immer eine 200 Liter Büchse rumstehen (wenn mal ein Hydraulikschlauch platzt oder ne Verschraubung abreisst/gerissen wird sind schnell mal 30 Liter futsch) und zweitens erfüllt Hydrauliköl eigentlich alle Anforderungen die auch für ein Gabelöl gelten.

Ich mach gern mal Versuche die anderen nicht mal einfallen "Jugend forscht" :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Wenn du ein paar Tage (Wochen :mrgreen: ) wartest kann ich dir berichten wie es gelaufen ist.

Wenn dir etwas von dem öl durch einen Buckel aus dem Simmerring gedrückt wurde ist es zunächst mal zwischen Simmerring und Staubkappe und wird dir nach und nach durch die Standrohre nach oben geholt, will damit sagen wenn´s ne einmalige Sache war müsste dir mit der Zeit das Standrohr wieder "trocken" werden.

Also nicht vorschnell handeln

Da du ja Ersatzteilnot hast, es kann ja sein das weiter gar kein Schaden da ist und du die arbeit dann umsonst machst.
Vielleicht reicht ja auch schon neues Öl.
Erst mal beobachten, würde ich zumindest an deiner Stelle machen.
Es sei denn die Funktion der Gabel ist bereits beeinträchtigt, was ich nicht glaube.

Gruß Hirbel

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 28. Nov 2013, 12:19

Hallo!

Heute hatte ich meine Kambodscha-Grenzfahrt. Einfache Strecke rund 175km. Bei der Gelegenheit habe ich einen besonderen Blick auf die Gabeldichtung geworfen, denn auf der Strecke geht es in Teilbereichen ziemlich holprig zu. Der Asphalt hat es ganz schön in sich hier. Längsrillen und Furchen, zusammen mit kräftigem Seitenwind, die einen in eine ungewünschte Richtung ziehen. Dazu ist der Teer teils so aufgeworfen wie die Falten bei einem zusammen geschobenen Teppich. Hundsgemein wenn da plötzlich ein Hinderniss wie eine Haifisch-Flosse über der Wasseroberfläche daher kommt...hatte auch eine erwischt...

Die Gabel ist noch leicht ölig, wird aber noch eine Zeit lang so andauern, selbst wenn der Simmerring soweit dicht sein sollte. Ich warte vor dem Eingriff noch ab. Dennoch werde ich meine Blicke gen Hydraulik-Öl schärfen, danke für den Tipp. Unabhängig vom Simmerring ist ein Öl-Wechsel keinesfalls verkehrt.

Ob die Gabeln bereits eingeschränkt sind? Das einschätzen des Fahrverhaltens ist bei den Strassenverhältnissen gar nicht so einfach. Die Rillen, Buckel, Rinnen und Verwerfungen ziehen sich auch über die Kurven. Da schwimmt das Vorderrad gerne mal in die entgegengesetzte Richtung wie das Hinterrad....

Die Strecke fuhr ich schon mehrmals ab. Doch bisher mit dem kleineren Moped und da fuhr ich brav auf der äußeren Moped-Spur. Diese Spur ist vom Lastverkehr soweit unbeschädigt. Mit der Magna rentiert das nicht, denn hier ist links überholen nicht erlaubt... ;)

Ich bin wieder erstaunt über den Spritverbrauch. In der Dorftanke bis zum Kragen aufgefüllt und bei Stand 176km das Gleiche nochmal. Es gingen knapp 9,8 Liter rein, musste auch noch nicht auf Reserve drehen. Dazu war meine Frau als "Ballast" (ich meine Zusatzgewicht :mrgreen:) auch mit dabei. Bin eigentlich relativ flott gefahren. Rund 2 Stunden inkl. Ortschaftsdurchfahrten und Kaffeepause. Beinahe ebenso erstaunlich, dass ich diese Verbrauchskontrolle das erste Mal nach Monaten durchführen kann. Bin meist nur kürzere Strecken gefahren und dann gleichzeitig mit diesen bereits bekannten Problemen.

Bei der Kaffeepause hat sich wieder herausgestellt, dass es offenbar ein Zeitfenster gibt, bei dem das Moped etwas lustlos starten will. Normal (bis auf heute in der Früh, da musste ich mehrmals orgeln) springt das Moped kalt sofort an. Warmgelaufen, abgestellt und nur kurz darauf wieder starten, kein Problem. Etwas länger warten, muckt das Moped beim Start. Noch länger warten, also deutlich abgekühlt, kaum Probleme. Der Choke ist auch nicht "versehentlich" offen. Das Seil existiert nicht und die Betätigungen über das Gestänge sind vollständig eingefahren.

Wenn der Motor warm keine Lust zum Start zeigt, schalte ich die Zündung aus, öffne die Klappen vollständig (Vollgas) und lasse den Starter ein paar Runden durchlaufen. Anschließend mit Zündung und schwupps, rennt das Ding.
Eigentlich ein "Absauf-Effekt", woher auch immer. Hat bei den bisher ab und zu eingetretenen Fällen gut funktioniert. ....aber wehe die Batterie schwächelt...

Viele Grüße aus dem Fernost,
Olli

Rainer
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Rainer » 29. Nov 2013, 16:51

Hi Olli,
ich hatte mal eine Eisenkopfsporster, die hatte das gleiche Problem, wenn warm ist die Sau nicht angesprungen. Besonderst ärgerlich war das sie nur einen Kickstarter hatte und 1000ccm auf zwei Zylinder mit meinen damals noch 65 Kilo, war schon schweisstreibend und besonderst mit Zuschauern was peinlich. Geholfen hat immer, einen Eimer kaltes Wasser drüber ( den Du wenn DU ihn brauchst natürlich nicht dabei und auch nirgends einer aufzutreiben ist ) ein mal kicken und sie ist gelaufen. Woran es gelegen hat habe ich niemals rausgefunden, vorher kam ein Irrer der mich unbedingt Reich machen wollte.

Bin mal gespannt wie sich das weiterentwickelt und ob Du den Fehler finden wirst. Viel erfolg dabei wünscht

Rainer

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 29. Nov 2013, 18:15

Hallo Rainer!

Echt? Ein Eimer Wasser über den Motor schütten, wenn dieser noch mehr als nur warm ist? So habe ich das zumindest verstanden. Sollte ich keinen auftreiben können, kann ich immer noch auf Tropen-Regen hoffen. Das ist fast das Gleiche.
Heute in der Früh muckte das Moped auch kalt wieder. Ein erster Hupfer, dann aus, ging nix mehr, dann warten, dann kam der Motor fast sofort.

Mein kleineres 200ccm-Moped hat zur Not auch einen Kickstarter. Aus Interesse bin ich darauf herum getreten. Ich kann sehr gut nachvollziehen, welche Stampfarbeit bei 2 Zyl. 1000ccm notwendig sein muss....

An das gelegentliche Start-Problem habe ich mich noch nicht intensiver heran getastet. Vielleicht kommt mir die "Erleuchtung" über den Grund, obwohl ich nichts verändert habe in den letzten Tagen. Nach der Kambodscha-Fahrt wollte ich mich erst wieder an das Ventilspiel werfen, nachdem Hirbel mir den Wink rüber sendete. Es könnten sich die Ventile etwas setzen, weil ich das "Null-Spiel" beseitigt hatte.

Inzwischen sind weit mehr als 1.000km abgefahren und heute legte ich auch schon los. Zuerst das vordere Zylinder-Paar. Tatsächlich war bei zwei "Doppel-Ventilen" das Spiel weniger als die 0,15-er Vorgabe. Der Fühler stieß auf Blockade (Zyl. 4 Ein- und Auslaßventile). Zylinder 2 brauchte nicht eingestellt zu werden.

An die Ventile vom hinteren Zylinder-Paar bin ich dann leider nicht mehr gekommen. Ich entdeckte eine Sache, die mich zum ersten Mal zur Weißglut brachte. Ich sah eine braune Spur am vorderen Zylinder, rechte Seite. Der erste Gedanke war Öl aus der neuen Zyl-Kopfdichtung. Doch das Braune war auch in den Kühlrippen, also entgegen den Fahrtwind. Dazu hätte das Öl nach oben um die Ecke fließen müssen. Mit der Taschenlampe sah ich die bräunliche Pampe auch auf dem Motorblock. Die Ölleitung zum Zylinder war auch angesudelt, doch der Anschluss war sauber.

Es war Benzin aus dem Vergaser-Tank 4. 95-er Benzin ist hier ziemlich rötlich, dazu etwas Schmutz und abgelöster Rost von den Schellen der Ansaugstutzen, etwas Hitze dazu und schon ist es braun. Die Schwimmerkammer war offensichtlich undicht und bereits bis zur Kante ausgetropft. Mit Vakuum das Benzin-Ventil geöffnet, damit etwas nachfließen kann und schon sah ich die Tropfen ihr Unwesen treiben.

Glück im Unglück war, dass ich den Deckel ohne komplette Demontage öffnen konnte, war ein Adrenalin-Gefummel. Die Weißglut kam erst über das Warum hervor. Ein kleiner Tropfen Dichtungsmasse wurde vom Benzin völlig ausgewaschen. Diesen hatte ich wegen dem kleinen Spalt in der Gummidichtung hinzu gefügt. Auf der Verpackung steht, "bla bla...excellent resistent for hot, oil, gasoline...blabla"...ich ließ meine Frau die Thai-Version auch nochmal lesen, das Gleiche...

Ich machte auch die Probe aufs Exempel. Etwas von dieser Pampe aufs Blech und trocknen lassen (bleibt etwas flexibel). Bei Benzin löst sich die "resistente" Masse exzellent auf und das Blech war davon porentief gereinigt...

Jetzt steckt in dem Spalt ein kleines Knödelchen aus Teflon-Band und hält dicht. Damit habe ich auch das Gehäuse vom Kühlwasserventil dicht bekommen. Das Ventil entfernte ich vollständig, da es nicht mehr öffnete. Die Gummidichtung vom Gehäuse war dann ebenso fix und fertig. Also fertigte ich mir eine Ersatzdichtung aus dem Teflon-Band. Der benötigte Durchmesser vom Ring entsprach fast exakt dem Durchmesser vom runden Deckel der Teflon-Spule. Ein paar Lagen herumgewickelt und dann vom Deckel abgerollt. In der Hand hatte ich einen geschlossenen Teflon-Ring. Mit Obervorsicht beigelegt und Ventilgehäuse zugeschraubt. Hält seit rund 2 Monaten dicht.

Nach der Schwimmerkammer-Aktion, der Ventileinstellerei und dem Anbau des Radiators startete ich den Motor, "wie schaut's aus?". Startete prompt, obwohl ich einen Zünderkerzenstecker vergessen hatte, war aber nicht zu überhören.

Danach war Feierabend, es dämmerte bereits und der Motor war sowieso zu warm, um an die nächste Ventilgruppe zu gehen. Das folgt noch. Morgen wieder eine kleinere Tour, dann weiß ich auch mehr, ob die undichte Schwimmerkammer für die ersten Startversuche Probleme bereitete. Es fließt ja immer nur dann Benzin nach, wenn das Orgeln für den Unterdruck am Membran-Ventil sorgt.

Viele Grüße aus dem entfernten Osten,
Olli

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 29. Nov 2013, 22:59

Hi

Das mit dem schlechten anspringen im warmen Zustand hatte ich mal an ner Motorsäge, ein bisschen Dreck am Flansch vom Ansaugstutzen, praktisch fast keine Fremdluft.
Im warmen Zustand aber ausreichen fürs nicht anspringen, 2-Takter sind hier sowieso empfindlicher.

Wenn das Ventilspiel sich verändert hat waren hier definitiv Ablagerungen dran.
Es müssten sich ja die Ventile ändern die vorher kein Spiel hatten bzw. leicht geöffnet waren.

Du wirst praktisch auch im anderen Kopf ein verändertes Spiel vorfinden.

Somit hast du aber relativ gute Chancen das erneut deine "Ungleichlauf und Warmstartprobleme" besser werden, das heisst aber dann auch dass von haus aus deine Kompression nicht gleich war

Den Spritverbrauch den du angegeben hast find ich jetzt schon ok obwohl der noch etwas runter gehen sollte nach Spiel einstellen und finalem Synchronisieren.

Wie sagt man hier in der Gegend so schön "Nird nougem, neind alles" zu deutsch "Nicht nachgeben, schafft alles".

Was macht deine Gabel, wieder trocken :?:

Übrigens hat Honda für gewisse ältere Motorräder alternativ ATF sprich Automatikgetriebeöl als Gabelöl "erlaubt" bzw. sogar empfohlen.

Hab da mal genauer nach gegoogelt, von der Viskosität her gehen da die Werte der verschiedenen Hersteller schon sehr weit, im Bezug auf 5er 10er 15er 20er ect., auseinander.
In einem Forum für Rennbikes hab ich sogar einen Eintrag von eienm Profi gefunden der generell das Rantasten bis sie passt, zur Not mit mischen, empfiehlt.
Er schreibt aber auch das man bei einem Hersteller bleiben soll um nicht von den Unterschieden der einzelnen Hersteller in die Irre geführt zu werden.
Du nimmst praktisch z.B. ein 10er vom Hersteller X das dir zu dünn ist und füllst als nächstes ein 15er vom Hersteller Y ein, das aber unterm Strich dünner sein kann wie das 10er vom andreren, und verstehst anschließend die Welt nicht mehr.
Bleibst du bei einem Hersteller kannst du schon erwarten dass dicker auch dicker ist, obwohl es selbst hier "Ausreisser" gibt.
Die Bezeichnungen für Gabelöl 5er 10er ect. sind "nicht genormt" warum auch immer das so ist, und die Hersteller nehmen es anscheinend auch nicht so genau, bzw jeder kocht sein eigenes "Süppchen"

Wenn Hydrauliköl dann dünnes, so bis max. HPL 22 bei deiner Temperatur nehmen, Servolenkungsöl müsste auch funktionieren, is ja auch nichts anderes als dünnes Hydrauliköl.
Auf keinen Fall auf die Idee kommen und Bremsflüssigkeit reinschütten, manche Gummiarten vertragen keine Bremsflüssigkeit und lösen sich dann in wohlgefallen auf :!:

Du hattest geschrieben dass in deiner Gabel nur noch etwas braunes graues drin ist, nehme an das du hier viel Kondenswasser drin hast, praktisch noch dünner als öl.
Somit ist aber auch klar das es dir hier bei einem flott genommenen "Buckel" auch schneller mehr öl aussen an den Standrohren hochdrückt, irgendwo muss es ja dann hin.
Hinzu kommt in deinem Fall noch die höhere Temperatur, die hier sowieso dafür sorgt dass dir das öl schneller durch die Bohrungen fließt, also ein bisschen dicker wäre kein Schaden
Wenn du bei "normaler" Straße und Fahrweise kein Problem hast müsste es mit neuem Öl gut sein, und auch hier ist etwas weniger, etwas mehr.
Wie ich schon berichtet habe sauen bei mir seit einigen Jahren die Standrohre leicht und hab erst heuer in den Alpen einen wirklichen Unterschied festgestellt, der war dann aber fast schlagartig.

Gruß (auch an deine Frau und wer da sonst noch so rumspringt) Hirbel

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 30. Nov 2013, 11:47

Hallo Hirbel,

Gabel ist nicht trocken und wird es wahrscheinlich erst werden, wenn das Öl gänzlich verschwunden ist. Etwas "bessere Buckel" hauen da auch etwas mehr Öl raus. Aber da mache ich mir jetzt nicht den Kopf deswegen. Erst komplett Öl wechseln, dann habe ich wenigstens von dieser Seite einen Normalzustand.

Das habe ich auch schon spitz gekriegt, dass die Angaben über Viskosität vom Hersteller abhängig sind und keine Norm zu existieren scheint. Da ich wohl eh keine riesige Auswahl haben werde, nehme ich das was passt. Im Handbuch steht sogar etwas von "ATF", jedoch wohl in englischer Variante. Weitere Angaben über spezielle Anforderungen sind nicht zu finden, lediglich Einfüllmengen.

Heute gab es keine Startprobleme. Weder kalt, noch heiß, warm oder mittelwarm. Auch kein Benzinverlust an irgendwelchen Stellen. Dafür bei Extrem-Temperatur losgefahren. Knappe 20°C, heute in der Früh 17°, Temperatursturz. Kühlwasser erreichte nur knapp 80°C, bis es eben wieder in die Stadt ging. Gegen Mittag wieder deutlich wärmer.

Wegen Thema Falschluft hatte ich heute die Schellen nochmal etwas angezogen, allerdings nach der Tour (rund 140km mit Pausen dazwischen). Dreck schließe ich jetzt einfach mal frech aus. Die Dinger sind frisch drauf gekommen und vorher waren sie blank geputzt, ebenso die Stutzen. Und dies unmittelbar vor Einbau.

Die Ventile hatten ursprünglich alle kein Spiel, ausnahmslos. Ich schließe nicht aus, dass der "Vor-Fummler" es so einstellte, weil er es nicht besser wusste. Anhand der "Mehr-Schicht-Silikon-Lagen" an den Ventildeckeln waren die Dinger schon mehrmals offen.

Eine Synchronisation hatte ich damals auch hinbekommen, der Motor lief viel ruhiger, aber deswegen weiß ich noch nicht, ob es das Ultimo war. Es war ursprünglich eher holpern, statt drehen. Auch bei erhöhter Drehzahl waren die Vibrationen deutlich zurück gegangen. Der vordere Kopf ist wie gesagt gestern neu eingestellt worden, hinten noch nicht, wohl auch morgen nicht, da fahre ich noch eine Runde am Sonntag.

Ich bin mir nicht sicher ob es Einbildung ist (wegen sehr frischen Wind ums Hirn), oder ob das Moped tatsächlich besser durchzieht. Könnte ggfs. etwas mit dem korrigierten Ventilspiel zu tun haben (?).

Die Grüße habe ich meiner Frau ausgerichtet, große Augen, "Hiiibel, who?". Grüße zurück von ihr und auch von mir.

Olli

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 1. Dez 2013, 12:13

Hi

Natürlich nimmt dir ein erneutes "zu strenges Ventil" die Kompression und somit die Leistung weg.

Der hinterherhinkende Zylinder muss nun von den anderen "mitgezogen" werden, somit verstärkt bzw. verdoppelt sich dieser Effekt, von der ungleichen Belastung der Lager und was da sonst noch "hüpft und dreht" mal abgesehen :mrgreen:

Werd versuchen dir ein Bild von ner Liste mit Gabelölen anzuhängen, hier wird sehr schnell ersichtlich was für krasse Unterschiede offensichtlich normal sind.

So wie ich des verstanden hab sind hier die centistokes (kinematische Viskosität) bei 40° in der ersten Spalte entscheidend, die Liste reicht von 5 bis 32, ATF ist in der Gegend um 35 angesiedelt.

Das heißt du kannst mit Hydrauliköl (hab mich neulich verschrieben mit der Bezeichnung HPL) ruhig HL46/HLP46 nehmen bei deiner Aussentemperatur, und wie gesagt lieber weniger als zuviel reinfüllen.

Die Zahl 46 in der Sortenbezeichnung ist wiederrum dieser Wert bei 40°, bei Hydrauliköl ist das nämlich komischerweise definiert.

Gruß Hirbel

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 1. Dez 2013, 12:23

Hi

Glaub des mit dem Anhang hat nicht funktioniert, zu groß oder so.

Hier der Link, es handelt sich um den Beitrag von FINN 1000 vom Dienstag, 22. Oktober 2013, 22:12

http://www.fireblade-forum.de/index.php ... ID=1498400

Machst du mal Kontrollguck

Gruß Hirbel

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 2. Dez 2013, 01:57

Hallo Hirbel,

vielen Dank für die Info-Liste. Diese habe ich soeben auf den PC gesichert und werde diese bei meiner nächsten Spazierfahrt gen "Hoffnungsträger" auf Papier gedruckt dabei haben. Dazu werde ich auch den "Moped-Guru" aufsuchen und ihn mal anklopfen. Was er so hat und verwendet / verwenden würde, oder eine Bezugsadresse kennt. Immerhin verschaffte er mir die Zyl.-Kopfdichtungen innerhalb 2 Werktage (1 jetzt als Reserve eingelagert).

Seit vorgestern hat mich meine alte Nebenhöhle-Geschichte wieder eingeholt. Längst vergessen, aber bei den frischen Temperaturen hier, 3-stellige Geschwindigkeit und offener Helm nun wieder "unterkühlt". 16°C im Augenblick hier am PC....boah... Werde mich auch nach einem geschlossenen Helm umsehen für diese Jahreszeit und für Fahrten gegen die Abendstunden über das ganze Jahr. Ab rund 18:00 ist man einem Hagelschlag von Mücken, Käfern, Fliegen und sonstigen Brummern ausgeliefert, richtig heftig. Alternativ Schlitzmütze und klassische Motorradfahrer-Brille, denn geschlossene Helme gibt es hier wie Sand am Meer aber(!) mit getöntem Visier. Ich habe auch ein solches Modell, aber bei Dunkelheit kann ich sowas überhaupt nicht gebrauchen. Den Thais ist das irgendwie egal ("Sonnenhasser", braune Haut ist unschick, kasig ist der Hit), aber ich habe so schon etwas Probleme, vor allem wenn Gegenlicht daher kommt...

Allerdings hätte so eine Schlitzmaske auch einen nachteiligen Effekt. Niemand kann mich lächeln sehen. Hört sich lustig an, ist hier aber absolut maßgeblich. Wenn ich durch etwas abgelegene Dörfer fahre, sind die Leute teils richtig aufgeschreckt. In ihren Augen ein "Monster-Motorrad", ein 186cm-Farang, Wehrmachtshelm-Replika. Mütter und Omas holten sogar die Kinder von der Strasse. Aus diesem Grund habe ich auch einen "lustigen" Bavaria-Stoff-Löwen über die Frontleuchte gesetzt. Dazu noch ein Lächeln im Gesicht und die Lage ist schlagartig entspannt.

Jetzt eine solche "Räubermaske" dazu, naja, das sähe dann in Etwa so aus:
http://www.oliverduerr.de/magna/farang.jpg
Zwar illegal, aber trotzdem hat jeder zweite Haushalt eine geladene Flinte herum liegen. Offiziell wegen Jagd auf Feldratten, eine Delikatesse...

Ein Dorf-Schuldirektor fragte mich einst, ob ich mal auf Englisch-Lehrer machen wollte. Nicht vordergründig Englisch lernen, sondern damit die Schüler einen leibhaftigen Farang zu Gesicht bekommen...

Gut, dann ist das mit dem Durchzug keine Einbildung, um so besser. War auch gestern der Fall. Geht einfach besser, vor allem ab 4.000 sehr deutlich. Die anderen Ventile werde ich noch im Laufe dieser Woche angehen. Kann leicht sein, dass da noch was geht, je nachdem wie die Ventile nun "verspielt" oder "versperrt" sind. Die ursprüngliche Konstellation war Null-Spiel, aber um wie viel jedes einzelne Ventil offen gehalten wurde ist eben unbekannt.

In den Vergangenen Tagen habe ich an drei Einheiten gefummelt. Ventil-Spiel vorderer Zylinder korrigiert, Leck im Schwimmertank Vergaser 4 gestopft und alle Ansaugstutzen nach Neumontage wiederholt angezogen. Die letzten zwei Tage keine Startprobleme, egal bei welcher Motortemperatur. Schaut gut aus.

Viele Grüße aus gefühltem Frost-Fernost,
Olli

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 2. Dez 2013, 10:36

Hi

Dann fahr mal lieber schön langsam und freundlich durch die Ortschaften, nicht dass irgendein Dorfvorsteher mal einen "Farang" fürs Museum braucht und dich mit ner Flinte vom Moped holt :mrgreen:

Du wirst sehen , wenn die Ventile passen und du zum Schluß noch sychronisierst, hast du ein ganz anderes Moped.

Muß ja deiner Beschreibung nach jetzt schon ein ganz anderes Fahrgefühl sein, im Vergleich zu voher mit "teilweise geöffneten Ventilen".

Hab nochmal nach Daten wegen Gabelöl gegoogelt.

Handelsübliche ATF Öle sind alle in der Richtung um 35 cs, wenn Honda bei deinem Moped diese Viskosität empfiehlt solltest du bei deinen Temperaturen auf keinen Fall etwas dünneres reinkippen.

Ergo bleiben eigentlich nur noch ATF oder Servolenkungsöl, bzw. wenn du temperaturbedingt Probleme mit zu schnellem einfedern hast 46er Hydrauliköl (mein persönlicher Favorit).

Gruß Hirbel

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 6. Dez 2013, 10:30

Hallo!

Die letzten Tage hatte ich nicht einmal die Gelegenheit, den Zündschlüssel reinzustecken. Jedes Jahr das Gleiche kurz vor Weihnachtsfeiertage und Jahreswechsel...."Alle wollen noch schnell alles erledigt haben"....

Heute jedoch endlich die Ventile vom hinteren Zylinderpaar in Angriff genommen. Wäre mir eine Schraube nicht so unglücklich zwischen Zylinder und Krümmer-Schutzblech gefallen, hätte es nur halb so lange gedauert....

Auch hier. Drei von vier Ventil-Paaren hatten deutlich weniger bis Null Spiel. Lediglich ein Paar konnte ich belassen.
Anschließend (natürlich) eine Probefahrt über rund 10km unternommen. Ich muss sagen, ja...doch...
Zwar nicht so ein deutlicher Sprung wie nach Einstellung der vorderen Ventile, aber dennoch besserer Durchzug und auch weniger Vibrationen. Auch habe ich diverse Spotzer beim hochtourigen Schiebebetrieb vermisst.
Die Synchronisation wird noch folgen.

Heute nur noch den Ventildeckel wieder etwas anheben und nach den Dichtungen sehen. Anscheinend ist mir was zwischen die Dichtungen gerutscht oder etwas verkantet. Es saute erstmalig ein wenig Öl bei der Probefahrt, aber das sollte sich einfach beseitigen lassen.

Die Gabel-Öl-Liste samt Extra-Notiz Hydraulik-Angaben liegt griffbereit.

Viele Grüße aus dem fernen Osten,
Olli

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 6. Dez 2013, 11:34

Hi

Du hast geschrieben "bis null Spiel", das heisst es könnte sein das hier ebenfalls ein Ventil ganz wenig geöffnet war.

Es dauert natürlich seine Zeit bis die wieder sauber schließen und dir der Motor wieder die normale Kompression aufbaut.

Also wieder einige hundert Kilometer fahren und erneut kontrollieren/korrigieren.

Wenn keine Änderungen mehr zu verzeichnen sind würde ich erst synchronisieren, dann hast du keine "Rumpel" mehr sondern ein "Schweizer Uhrenwerk".

Die Spotzer sind Verpuffungen rückwärts in Richtung Vergaser, und waren für mich immer ein Zeichen das die Ventile nicht stimmen, tritt auch auf wenn die Steuerkette falsch drauf is (Ventil schließt zu spät) oder wenn die Zündung zu früh erfolgt, hat ja den geichen Effekt.

In meinen Autoschrauber Zeiten ist mir hier so ziemlich alles untergekommen, von Zündkabel verkehrt rum aufgsteckt (Motor läuft, spotzt sich aber zu Tode da 2 Zylinder nicht mitlaufen), bis hin zur "sauber und kreisrund gerissenen (direkt an der Schweißnaht) Zahnriemenscheibe, und zwar so saublöd, das die Riemenscheibe sich zwar leicht verdrehen konnte aber ansonsten (durch die größere Beilagscheibe) noch fest auf der Welle war.
Nach dem x-ten mal Zündung einstellen, hab ich alles runtergeschraubt, und genau untersucht und dabei diesen Riss entdeckt -> 2 Tage arbeit, Sachen gibt´s , die gibt´s gar nicht :!:

Werd bei mir, wie schon beschrieben, mein vorhandenes Hydrauliköl einfüllen, diese Sorte ist zwar noch etwas zäher (cs bei 60), dafür aber temperaturstabiler.

Das heißt im kalten zustand dickflüssiger, und bei steigender Temperatur ist der Effekt des "dünner werdens" nicht so hoch (da ich nur im Hochsommer in den Alpen Probleme hab, für mich wahrscheinlich ein guter Mittelweg - W 20 (die dicksten) Gabelöle bewegen sich auch bei cs 60 rum.
Und für "Winterfahrten" bin ich einfach zu "ALT" :!: :!: :!: :cry: :cry: :cry:

Ich vertrete ganz einfach die Meinung, das die Mechanik einer "gebrauchten" Gabel einfach mehr Öl in kürzerer Zeit durchlässt und ein dickeres öl diesem Effekt entgegenwirkt, wer will schon alle paar Jahre seine Gabel überholen :?:
Drum auch meine Empfehlung von dickerem Öl in deinem Fall (cs um 50 oder höher).

Werd ich ja beim zerlegen feststellen ob die inneren Dichtungen an den Gabelkolben und die Führungshülsen noch gut sind.

Wenns soweit is können wir ja ein neues Thema starten.

Ansonsten ist es eine wahre Pracht , wie sich dein Moped Step by Step von nicht mehr fahrbar zu gut laufend verwandelt, is ja ne regelrechte "Metamorphose" 8)

Wenn du nicht so weit weg wärst, würd ich dich glatt mal besuchen kommen, es sei denn ich besorg mir doch noch was zum fliegen :mrgreen:

Gruß Hirbel

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 7. Dez 2013, 15:26

Hallo Hirbel,

klingt irgendwie logisch. Bei null Spiel könnte da noch etwas nachrücken, und wenn's nur wenige Hundertstel sind....."Bis null Spiel" daher, weil ich auch den dünnsten Fühler nicht durch bekam. Falls da doch ein halbes Müh Luft war, auch wurscht. Dann könnte der nächste Check sehr schnell erledigt sein.

Die ersten "paar hundert" Kilometer habe ich schon herunter gefahren. Heute gute 200km unterwegs und auch mal ein wenig weiter aus dem Fenster gelehnt. Zwischenzeitlich die 160 überschritten. Macht einfach mehr Spass jetzt. Bei der deutlich "lebhafteren" Fahrweise hatte ich heute einen Spritverbrauch von ziemlich genau 6 Liter auf 100km.

Das mit dem Öl-Sauen gestern war falscher Alarm. Offensichtlich nur das Öl, das beim Öffnen und Schließen des Verntildeckels nicht wusste wohin. Gestern nur geputzt und sonst nix. Heute nach der Fahrt auch noch trocken.

Die Batterie ist nur ein wenig unkalkulierbar. Angesprungen wie ein Einser, nach den ersten 15km nach Start ein Tankstopp. Das Tankstellen-Team schob mich freundlicher Weise an. Weitere 35km wieder ein kurzer Stopp, sprang an und sonst auch keine weiteren Probleme mehr. Werde das noch eine Zeit lang beobachten und dann ggfs. den Stromwürfel austauschen.

Das mit der abgerissenen Riehmenscheibe ist ja irrwitzig. Solche Dinge können einen in den Wahnsinn treiben. Sieht alles heile aus, aber "ätschibätsch". Als Elektriker sehe ich da vergleichsweise einen Draht, astrein in der Lüsterklemme steckend, aber Kupferdraht-Ende schnurgerade und die Schraube klemmt auf Isolierung....sieht von Außen allerdings "super" aus.

Falls Du etwas Flugfähiges aufgetrieben hast, kein Problem, bist stets willkommen. Nach rund 13Std. Flug nonstop, oder alternativ 6 Std. nach Dubai, rund 4 Std. oder mehr warten, weitere 6,5 Std. nach Bangkok. Danach rund 1 Std Taxifahrt bis Bus-Terminal Mochit. Wartezeit je nach dem wie der nächste Bus fährt zwischen Nix und 4 Std. Auf geht's nach Nakhorn Ratchasima (auch Korat genannt), rund 7Std. Fahrt. Danach die gleiche Zeremonie wie Mochit für die Weiterfahrt gen Lam Plai Mat, alternativ Buriram. Rund 3 Stunden. Die restlichen 30km sind dann ein Klacks....Es gäbe auch einen Inlandsflug vom alten Flughafen Don Mueang in die Provinz. Dann ist der "Rest" noch rund 60km.

Rudimentäre Lebensverhältnisse. Warmwasser ist nicht, aber je nach Jahreszeit ganz und gar nicht notwendig. Allerdings biste ja auch kein "Stadterer".

Viele Grüße aus Fernost,
Olli

Rainer
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Rainer » 7. Dez 2013, 16:15

Hi Olli,
man kann ja nicht sagen das Du am Arsch der Welt wohnst, ich kann mir allerdings vorstellen das Du ihn von Deinem Liegestuhl aus sehen kannst.

Lachende Weihnachtsgrüße aus dem verschneiten Wartenberg

Rainer

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 8. Dez 2013, 12:18

Hi

Schätze das deine Batterie bereits ne kleine Macke vom defekten Regler weg hat, immer schön beim halten das Licht abdrehen und dann beim losfahren vergessen es anzumachen, hat mich in Ösiland mal ein kleines Vermögen gekostet, bei euch ja nicht vorschrift wie du mal geschrieben hast.

6 Liter bei flotter Fahrweise sind i.O. braucht meine auch, wieviel hat sie denn vorher genommen :?:

Des mit dem Besuch lassen wir lieber, wär selbst mit was zum fliegen mehr als ein Nachmittagsausflug :mrgreen:

Aber du meldest dich wenn du Deutschland wieder mal besuchst, würde mir an deiner Stelle bei der Gelegenheit Teile die du bei euch schlecht bekommst im Vorfeld bei e-bay bestellen (lassen) und dann mit runter, hinter, rüber nehmen.

@Rainer

Wohne auch, für deutsche Verhältnisse, am Arsch der Welt, mit dem kleinen Nebeneffekt, dass der Arsch (wie so oft) schöner ist als die Vorderseite, auch wenn man manchmal dafür Abstriche machen muss :mrgreen:

Gruß aus dem tschechisch-deutschen Niemandsland :lol: :lol: :lol:

Hirbel

Olli

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Olli » 9. Dez 2013, 01:35

Hallo Rainer und Hirbel!

Der Wohnort am "Gesäß des Globus" hat auch seine Vorzüge. In vielen Bereichen genießt man eher Narrenfreiheit. Das weiß der Bauer in Bayern ebenso wie der Farmer in der Hochebene Thailands. Trotz der recht kompliziert anmutenden Anfahrt bis zu meinem Domizil halte ich die Verbindungsmöglichkeiten hier direkt für sensationell. Man nehme in Deutschland einem "Hinterland-Bewohner" seine Fahrzeuge weg und überlasse ihm sein Schicksal und den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wartenberg ist ja noch nicht gar so weit vom Schuss, aber wenn es in die Richtung von Hirbel geht, möchte ich nicht wissen, was da auf einen zukommt, wenn man von dort weg oder dort hin will. :mrgreen:
Hier gibt es zig Busunternehmen, alles privat, fahren Linienverkehr und stehen in gegenseitiger Konkurrenz. Möglichkeiten zwischen "Holzklasse" und Komfort. Busfahrt Bangkok bis Korat, rund 350km, Klima, komfortable Sitze, TV, Snack und Essensmarke für Brutzelküche an einem Zwischenhalt, rund 12 Euro. Wer jedoch Probleme damit hat, wenn die Deutsche Bahn um 6,5 Minuten verspätet fährt, sollte hier stets Baldrian dabei haben....

Das mit dem Licht am Auto oder Moped einschalten hier ist eh seltsam. Die meisten Mopeds fahren mit Licht, weil die beim Start schlicht automatisch mit angehen. Außer bei älteren Modellen oder die Birne ist durchgebrannt. Die Autofahrer schalten die Lichter erst an, wenn man erst kurz davor ist, die Hand vor Augen nicht mehr sehen zu können. Es dämmert vor sich hin, geht eh rasch hier, aber nix, Licht bleibt aus. Ich schaltete einmal das Licht an, so wie man es in DE gewohnt war, doch die Aufforderung, es wieder auszumachen kam prompt...

Der Verbrauch vorher war nicht so eindeutig zu bestimmen wie zum Zeitpunkt nach der Reparatur. Bis dahin hatte ich nur kurze Strecken um die 2x35km hinterlegt und sporadisch nachgefüllt. Wurde nur einmal überrascht, da ich das kleinere Modell gewohnt war, ebenfalls 13Liter Tank, aber rund 400km Reichweite. Dennoch rechnete ich einmal nach und kam auf 7,5 bis 8 Liter, anders herum gerechnet auf knapp 170km Reichweite. Zu tanken gibt es hier übrigens 91-er und 95-er Benzin sowie weitere "E"- und was noch für Öko-Sachen...ich wechsle zwischen 91 und 95, je nachdem wo ich gerade tanke. Im Dorf eine Zapfsäule mit Diesel und 95-er, wollte ich 91-er tanken, müsste ich zum "Kiosk" fahren. Hier wird das Benzin in Cola-Flaschen (!) verkauft...

Gestern wieder eine 200km Tour hinterlegt, keinerlei Probleme. Nochmal so eine Tour, dann wieder Ventile checken. Sollte noch Spiel im Spiel sein, dann wird ggfs. auf Soll-Maß korrigieren und anschließend ein Synch-Versuch starten. Dann wäre noch Gabel fällig und Auspuffanlage (Löcher im Sammler-Bereich), damit der Sound etwas gezügelt wird. Wäre so ein e-bay-Thema. Passende Dichtungen für Krümmer und Verbindungen (derzeit Alu-Würstel).

Viele Grüße aus Fernost,
Olli

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 9. Dez 2013, 11:52

Hi

Bus ist bei mir eher schlecht ca. ne halbe stunde Fußmarsch zur nächsten Anbindung, dann aber nur die Möglichkeit Richtung Cham oder Weiden, von dort aus kommt man dann recht gut in alle Richtungen.

Bei uns ist eigenes Fahrzeug "Pflicht".

Wenn wir nicht die Bahnlinie Regensburg-Hof hätten und parallel dazu die A 93 und seit einigen Jahren die A6 (war in meinem ersten Schulatlas bereits als "In Bau" eingezeichnet vor fast 40 Jahren und vor "schon" 8 Jahren wurde das letzte Stück in Betrieb genommen) würd sich hier gar nix abspielen.
So haben wir wenigstens eine gute Infrastruktur und ein bisschen Industrie die sich gelegentlich hierher verirrt, es gibt noch schlechtere Regionen in der Oberpfalz.

Früher nach der Grenzöffnung ging hier nur der Durgangsverkehr und das in Massen, teilweise mitten durch die Ortschaften, Straße überqueren wurde zum Glücksspiel :!:

Aber ansonsten ist es ganz ok hier und nebenbei meine "Heimat" :mrgreen:

Da es bei uns regnet und alles was ich so vor Weihnachten noch geplant hätte nicht durchführbar ist werde ich heute Nachmittag die Magna aufbocken und zerlegen (Gabel und Ventildeckel).

Berichte folgen :!:

Gruß Hirbel

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 14. Okt 2014, 14:56

Hi

Sag mal Olli gibts dich noch, weil man so laaaaaange nichts mehr hört!

Gruß

Hirbel aus dem Abendland

Uwe

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Uwe » 1. Nov 2015, 09:33

Guten Morgen,
gestern habe mir nach 20 Jahren wieder eine Magna zugelegt. Um den Frostschutzgehalt zu prüfen, wollte ich mal eben den Deckel aufdrehen. Ich bekomme ihn einfach nicht los. Ein kleine Schraube befindet sich am Deckel. Der Deckel lässt sich auch leicht etwas hin und her drehen. Was mache ich falsch? Hättet ihr da mal einen Ripp für mich?

Hirbel
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Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Hirbel » 1. Nov 2015, 10:41

Hi

Die kleine Schraube sichert den Deckel.

Nur zum messen brauchst du den aber gar nicht abnehmen, das geht auch am Ausgleichsbehälter.

Es sei denn du willst die Flüssigkeit komplett wechseln (was ich dir sogar empfehlen würde), oder du hast Probleme mit der Temperatur infolge Kühlmittelmangel.

Dann solltest du dir aber den Verbindungsschlauch (Siphonschlauch) vom Kühlerverschluss zum Ausgleichsbehälter genauer anschauen -> wenn der porös ist oder Haarrisse hat unbedingt tauschen.

Das System würde über den beim kalt werden Luft in den Kühler saugen, was dir dann irgendwann deinen Motor killt.

Hast du dir schon das Werkstatthandbuch herunter geladen -> findest du im Downloadbereich

Gruß

Hirbel

Uwe

Re: Kühler Einfüllstutzen

Beitrag von Uwe » 2. Nov 2015, 11:27

Ich habe es hinbekommen. Bis minus 23 grad. So wwie das alles aussieht, muß das schonmal gemacht worden sein. Auch die Bremsflüssigkeit ist völlig klar. Auch das Motoröl sieht aus, wie gerade gewechselt. Egal ich mache alles einmal neu Öl mit Filter, Bremsflüssigkeit, Luftfliter, Bremsklötze . Die Schläuche überprüfe ich nach Rissen. Vielen Dank für den Tipp. Das Handbuch lade ich mir mal just runter.

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